Unser Leitbild

Vier Jugendliche, von hinten gesehen, gehen dicht beieinander und haben die Arme um die Schultern der anderen gelegt. Einer trägt einen blauen Rucksack, ein anderer hat langes blondes Haar. Im Hintergrund sind Bäume und ein rotes Gebäude zu sehen.

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht das Kind und seine Entwicklung zum jungen Erwachsenen. Die menschliche Entwicklung auf der Grundlage des Menschenbildes von Rudolf Steiner ist die Quelle unserer pädagogischen Arbeit. 

In einer verlässlichen Gemeinschaft regen wir das Kind an, lernend die Welt, seine Fähigkeiten und Interessen zu ergreifen. Im lebendigen und vertrauensvollen Miteinander der ganzen Schulgemeinschaft ermutigen wir die jungen Menschen dazu, die eigenen Lebensimpulse zu entdecken und das Vertrauen und die Kraft zu entwickeln, ihre Lebensziele zu verwirklichen.

Schafe weiden auf einer grünen Wiese, die mit weißen Blumen übersät ist. Im Hintergrund sind unter einem bewölkten Himmel zwei moderne Gebäude mit roten Dächern und Bäumen zu sehen.

Unser Lebensort

Die Schönheit unseres Geländes ermöglicht allen ein Leben mit der Natur und weckt die Freude am Entdecken und Bewegen. Durch ehrliches und herzliches Tun gestalten Lehrer, Eltern und Schüler gemeinsam diese inklusive Schule. So entstehen Räume für freudiges Lernen in einer lebendigen Atmosphäre.

Ein Schulhof, auf dem Schüler in kleinen Gruppen stehen und sich unterhalten. Unter einem strahlend blauen Himmel sind Bäume, Rasenflächen und zwei Gebäude mit roten Dächern zu sehen.

Unser Miteinander

Wir schauen genau hin. Wir hören einander zu. Wir kommunizieren klar, offen und direkt. Wir gehen respektvoll miteinander um. Wir wertschätzen unterschiedliche Sichtweisen. Wir verantworten alle Bereiche unserer Schule selbst. Wir öffnen uns für Neues und entwickeln uns stetig weiter.

Schulalltag

Bei rechter Überlegung aber gibt es den Alltag gar nicht, denn alltäglich geschehen Dinge, die so gar nicht alle Tage geschehen. Das liegt schon einmal daran, dass wir nicht alle Tage mit derselben Stimmung aus dem Bett steigen. Meist beschäftigt uns vor allem eine Sache besonders – vielleicht ein neuer Lösungsweg einer Matheaufgabe, die am Tag vorher noch unüberwindbar schien. Oder der Geburtstag der besten Freundin. Oder die große Neuigkeit von der Party am Wochenende. Oder das Bett, in dem man gerne noch liegen geblieben wäre. Wohl soll es auch Leute geben, denen bis zum Eintritt ins Schulgebäude so gar nichts Klares durch den Kopf gegangen ist.

So kommen alle zusammen mit dem, was sich in den Köpfen regt: Manche umarmen sich überschwänglich, andere klatschen lässig ab, manche gähnen einen Gruß an die Gemeinde heraus, während ein paar in der Couch eine gewisse Entschädigung für das entrissene Bett entdecken. Derweilen fechten die Lehrer*innen ihre (alltäglichen) Drachenkämpfe mit Druckern, Kopierern und Rechnern aus, raffen Papier- und Heftstapel zusammen und wuchten überladene Taschen in die Klassenräume.

Der alltägliche Unterricht beginnt mit dem alltäglichen Waldorf-Morgenspruch: „Ich schaue in die Welt. In der die Sonne leuchtet ..."
Oft tut sie das wirklich: scheint rosig durch die hohen Fenster. Der Himmel öffnet sich weit über unserer Schule: Es gibt keinen Gebäudekomplex in der Nachbarschaft, noch sonst etwas, das große Schatten wirft. Oft genug freilich hilft auch das nicht, denn die Wolken hängen schwer und grau und es pladdert endlos. Bisweilen hüllt eine trübe Nebelsuppe alles wie in einen Kokon ein – und im tiefen Winter ist die Sonne schlicht noch gar nicht aufgegangen. Dass das Wetter unsere Stimmung und damit unser Denken beeinflusst liegt nahe. Ist es nicht so, dass der klare Himmel unsere Gedanken weit macht? Dass er uns umsehen lässt, so dass wir plötzlich unsere Mitmenschen in neuen Farben erkennen – wie auch alles andere von hier bis zum Horizont und darüber hinaus? Und lassen prasselnde Regentropfen und Nebel uns umgekehrt nicht in uns selbst versinken, hinab zu den tiefsten Fragen, denen man nur begegnen kann?

Sonnenschein, Regen, Wind und Wolken tun also das ihrige, das Unterrichtsgeschehen einzufärben, genauso wie die Geschichten, die jeder von uns stets bei sich trägt. Aus manch einem sprudeln sie fortwährend heraus – ob in der Pause, im gewinnbringenden Unterrichtsgespräch oder im Nebengespräch (was die Lehrerinnen und Lehrer alltäglich zu blockieren versuchen). Andere wiederum behalten ihre Geschichten erst einmal für sich. Es ergeben sich Zentren allgemeiner Aufmerksamkeit, auf die Dutzende Lichtkegel gerichtet sind – und Stellen, die der Nebel verborgen hält. Nun kommt es darauf an, die Lichtkegel zu schwenken, damit niemand übersehen wird. Zweifellos die wichtigste der vielen alltäglichen Herausforderungen.

Schule, das ist der Ort, an dem wir lernen, über uns hinaus und zugleich in uns hinein zu schauen. Lehrer wie Schüler, Tag für Tag. Und natürlich ist Schule stets ein Spiegel der Gesellschaft, mit all ihren Zerwürfnissen und Widersprüchen, Ideen und gemeinsamen Glücksmomenten. Möglicherweise ist es demnach gar nicht so sehr der Lehrstoff, der den Sinn der allmorgendlichen Zusammenkünfte ausmacht, sondern die Begegnung als solche. Beim Geburtstagssingen, beim gegenseitigen Helfen, auch beim Konkurrieren und Debattieren, beim Präsentieren geleisteter Arbeit wie auch beim gemeinsamen Lachen und Staunen und Aufregen, beim Mittagessen, beim Schwitzen in der Sporthalle oder auf der Heimfahrt mit den Bus.

Alltäglich der Ablauf: Ankommen, Morgenspruch, der Hauptunterricht bis zur ersten großen Pause, dann wieder zwei Stunden Unterricht, Pause, Unterricht, Pause ... bunte und wunderschöne Tafelbilder, im nächsten Raum ein ungeheures Kreidewerk aus Chiffren und Zeichen, das von intensiven Gedankenflüssen zeugt. Die Geräusche von Sägen und Hämmern aus der Werkstatt. Schreie und Jauchzen bei Tischtennisplatte und Basketballkorb. Konzentriertes Schreiben bei einer Klassenarbeit, Augen, die die Weiten der Welt auf den großen Karten zu erfassen suchen. Köpfe, die aus Ton modelliert werden.
Dabei immer wieder aufs neue Begegnungen – die Erkenntnis, dass niemand stets gleich bleibt, weil sich die Gedanken und Gestaltungskräfte in immer neue Richtungen bewegen und stets neue Geschichten entstehen.

Unterrichtszeiten

An unserer Schule beginnt der Unterricht um 8 Uhr morgens. Unser täglicher Hauptunterricht ist von 8 Uhr bis 9.45 Uhr und schließt mit dem gemeinsamen Frühstück ab. Anschließend haben die Schüler:innen ihre erste große Pause bis 10.05 Uhr. Danach beginnen die Fachunterrichte. 
Die zweite große Pause folgt am Ende der vierten Stunde zwischen 11.40 Uhr und 12 Uhr. Wieder folgen Fachunterrichte. Für die Schüler:innen der Unterstufe (Klasse 1 - 4) endet der Schultag um 11.40 Uhr nach der 4. Stunde oder um 12.45 Uhr nach der 5.Stunde. Sie können teils direkt oder mit etwas Wartezeit mit den Schulbussen nach Hause fahren.

Ab der 5. Klasse beginnt der Gebundene Ganztag. Dann sind die Schüler:innen an drei Tagen von 8 bis 15 Uhr, bzw. 16 Uhr in der Schule. An den Tagen, in denen auch nachmittags Unterricht stattfindet, liegt in der Mittagszeit eine lange Mittagspause, in der sie in der Mensa essen gehen können. An den kurzen Tagen endet der Unterrichtstag nach der 6. Stunde.

Die Schulbusse  fahren optional ca. 10 Minuten nach Unterrichtsende. Die Schüler:innen der 1. bis 4. Klasse können montags bis donnerstags von 11 bis 16 Uhr und freitags von 11 bis 15 Uhr in der Offenen Ganztagsschule betreut werden.