Naturwissenschaftlicher Unterricht
Naturwissenschaftliche Unterricht der Mittel- und Oberstufe
Im naturwissenschaftlichen Unterricht der Mittel- und Oberstufe gilt es daran anzuknüpfen und dem Bedürfnis der Kinder nach Erlebnissen und aussagekräftigen Bildern entgegen zu kommen, bei denen sie sich selbst und den ihnen zugänglichen Erfahrungsbereich Schritt für Schritt mit dem verbinden können, was Generationen von weisen Menschen vor ihnen an Wissen und klugen Erkenntnissen aufgehäuft haben.
Wie heilsam ist es, wenn man in der Menschenkundeepoche der achten und neunten Klasse die pubertären Wachstumsvorgänge (das Schließen der Wachstumsfuge) am eigenen Körper nachvollziehen und erleben kann; oder im Chemieunterricht entdeckt, dass die Kalkgebirge und die Knochen und Zähne in unserem Körper aus den gleichen Substanzen und auf ähnliche Weise entstanden sind.
Wissen ist nur dann und für den etwas wert, der es sich zu eigen machen kann und es damit zu lebendigem Wissen macht. Wissen, dass zum Beispiel im möglichst frühzeitigen Erlernen der chemischen Formelsprache und im Umgang mit Reaktionsgleichungen besteht (wird in der Waldorfschule erst ab der zehnten Klasse eingeführt), kann erst von älteren jungen Menschen verstanden werden und selbst bei diesen nur mit viel Mühe.